band 3

KULTURMANAGEMENT KONKRET –  INTERDISZIPLINÄRE POSITIONEN UND PERSPEKTIVEN


Bereits zum dritten Mal geben die Institute für Kulturkonzepte in Hamburg und Wien die Fachbuchreihe Kulturmangement konkret heraus. Dieses Jahr stehen die Beiträge ganz im Zeichen der Zukunftsentwicklung der Profession Kulturmanagement und von wichtigen Trends im Bereich des Kulturmanagements. Anlass dazu geben die Jubiläen der beiden Institute – in Wien wurde das Institut bereits vor 15 Jahren gegründet und das Hamburger Schwesterinstitut folgte vor 5 Jahren. 

Wie bereits bei den Bänden eins und zwei legen die Herausgeberinnen Wert darauf, junge und etablierte Autorinnen und Autoren aus dem nationalen und dem internationalen Umfeld gleichermaßen zu Wort kommen zu lassen. Unter der RubrikZukunftsperspektiven findet sich ein Artikel von Giep Hagoort, in dem der niederländische Autor die Frage stellt und beantwortet, ob das Kulturmanagement durch die Kreativwirtschaft unterstützt wird und wie die Zukunft des Kulturmanagements aussieht. Komplettiert werden die Zukunftsaussichten durch ein Interview, das Karin Wolf mit Eric Poettschacher geführt hat. Poettschacher ist der Gründer der Wissensagentur www.shapeshifters.net für die internationale Creative Community.

Der zweite inhaltliche Bereich widmet sich dem Berufsbild Kulturmanagement und bringt mit den Artikeln von Birgit Mandel und Leo Hemetsberger zwei Grundsatzbeiträge zum Stand und der Entwicklung des Berufsbildes des Kulturmanagers. Im Bereich der transkulturellen Projekte wird von Sandra Chatterjee die Post Natyam Collective als Fallstudie beschrieben – eine interkontinentale Tanzinitiative für indischen Tanz. Zum zweiten geht es in dem Beitrag von Gesa Birnkraut und Maja Niedernolte um ein Afrikanisch-deutsches Kultur-Pilotprojekt: Professionalisierung und Vernetzung durch Kulturmanager aus 13 Ländern Afrikas. Gefolgt werden diese Projektbeschreibungen durch die Forschungsergebnisse des jungen internationalen Forscherduos Margaret Tali (Estland) und Laura Pierantoni (Italien) zum Thema New Actors in the Processes of Funding National Art Museums in Central Eastern Europe.

Last but not least geben zwei praxisrelevante Artikel Einblicke in wichtige Kulturmanagementbereiche: Die Anwältinnen Isgard Rhein und Birgit Schaarschmidt widmen sich dem Thema der Nutzungsrechte im Internet und Horst Dahmen geht auf den stark wachsenden Sicherheitsbedarf in Kulturbetrieben ein und zeigt Problemfelder und Lösungen auf.

Das Buch erscheint zweisprachig in deutsch und englisch: Die Artikel auf
deutsch werden mit englischem, die englischen mit deutschem abstract veröffentlicht.

Gesa Birnkraut, Karin Wolf (Hrsg.)
Kulturmanagement konkret Band 3
Institut für Kulturkonzepte
176 Seiten.
Preis: EUR 15,-
ISBN: 978-3-9811437-2-0

INHALTSVERZEICHNIS
 

  • Gesa Birnkraut | Karin Wolf: Vorwort der Herausgeberinnen

 

  • Karin Wolf: 15 Jahre Institut für Kulturkonzepte

 

  • Gesa Birnkraut: Das Institut für Kulturkonzepte Hamburg e.V. und Birnkraut|Partner

 


ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN

 

  • Giep Hagoort: Celebration of the ent of Art Management

 

  • Karin Wolf: Wissensgärtner, Amphibien und Trojanische Pferde – Ein Interview mit Eric Poettschacher

 


BERUFSBILD

 

  • Birgit Mandel: Gestaltungsspielräume des Kulturmanagers – Zur Genese und Zukunft des Feldes und der Disziplin Kulturmanagement

 

  • Leo Hemetsberger: Soft Skills als Instrumente für Führungskräfte im Kulturmanagement – philosophisch paraphrasiert und pragmatisch betrachtet

 


TRANSKULTURELLES

 

  • Sandra Chatterjee: Case Study: The Post Natyam Collective. – Towards sustainable, transnational, collective practice

 

  • Gesa Birnkraut, Maja Niedernolte: Afrikanisch-deutsches Kultur-Pilotprojekt: Professionalisierung und Vernetzung durch Kulturmanager aus 13 Ländern Afrikas

 

  • Margaret Tali, Laura Pierantoni: New Actors in the Processes of Funding National Art Museums in Central Eastern Europe

 

 

KULTURMANAGEMENT EINBLICKE

 

  • Isgard Rhein, Birgit Schaarschmidt: Nutzungsrechte – die Einwilligung, ein künstlerisches Werk wiederzugeben

 

  • Horst Dahmen: Der stark wachsende Sicherheitsbedarf in Kulturbetrieben

TEXTBEISPIEL

 

Birgit Mandel: Gestaltungsspielräume des Kulturmanagers. Zur Genese und Zukunft des Feldes und der Disziplin Kulturmanagement, S. 68

 

›Die Befragung unter Kulturschaffenden in Führungspositionen in Deutschland ergab, dass die Mehrheit zwar die Funktion des Kulturmanagements für unverzichtbar hält, dennoch fragt, worin der Mehrwert von akademisch ausgebildeten Kulturmanagern bestehe (Mandel/Institut für Kulturpolitik 2008 a). Auch ist kaum einer der diplomierten Kulturmanager glücklich über seine Berufsbezeichnung und versucht tendenziell, diese durch differenziertere Termine wie Kulturberater, Kulturprojektleiter, Ausstellungsmacher, Kulturvermittler u.v.m. zu umgehen, so zeigte eine Befragung akademisch ausgebildeter Kulturmanager in der Schweiz (vgl. Keller 2004|2008).

 

Offensichtlich konnte sich das Kulturmanagement als eine relativ junge Profession noch nicht als ein Markenbegriff etablieren, der per se für eine hohe Qualität in der professionellen Steuerung künstlerischer und kultureller Prozesse steht.

Das Rollenimage des Kulturmanagers ist ambivalent, es reicht vom Verwalter|Sachbearbeiter über den Technokraten und den Kommerzialisierer bis zum verhinderten Künstler.

 

Die tendenziell ambivalenten Rollen-Images, die mit der Profession des Kulturmanagers verbunden werden, hängen auch mit der Entstehungsgeschichte des Kulturmanagers in Deutschland (wie vermutlich auch in Österreich und der Schweiz) zusammen…‹

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